Berenbrock
Der Ort Berenbrock, welcher 1344 Erwähnung findet, ist ein
Rundlingsdorf wendischen Ursprungs. Er liegt östlich, der in einer nässigen
Ebene „der Werder“ genannt, so weiß die Chronik zu berichten.
Die Entwicklung der Verwaltungs- und Gerichtszuständigkeit
vollzog sich
1510 zum Werder des Gerichts Calvörde
1571 - 1807 Amtsgericht Calvörde
1807 - 1813
Kanton Calvörde
1814 - 1825
Kreisgericht Vorsfelde
1825 - 1827
Kreisamt Vorsfelde
1827 - 1850
Amtsgericht Calvörde
seit 1850
Kreisdirektion Landkreis Helmstedt
und Amtsgericht Calvörde
Die Gemeinde wurde 1903 eingepfarrt zur Kirche Calvörde. Die
Einwohnerzahlen entwickelten sich von 42 Einwohnern im Jahre 1537 zu 116
Einwohnern im Jahre 1939. Heute hat die Gemeinde Berenbrock mit den Ortsteilen
Elsebeck und Lössewitz
284 Einwohner (31.12.2010).
Landschaftlich bietet der Ort einen reizvollen Übergang vom
natürlichen Grünland über Ackerflächen bis hin zu Mischwäldern. Fast nahtlos
betritt man westlich vom Ort den Naturpark Drömling.
Den Durchreisenden fällt insbesondere die parkähnliche
Gestaltung des Rundlings im Mittelpunkt des Dorfes auf. Dieser wird von
Großbauernhöfen umgeben.
Durch Berenbrock verläuft die Landstraße zwischen der Kreisstadt Haldensleben und der Stadt Gardelegen.
Elsebeck
Elsebeck wird 1539 erstmals urkundlich erwähnt. Er liegt wieBerenbrock östlich der Ohre und ist landschaftlich durch Grünland, Acker und
Mischwald geprägt. Einen Kilometer vom Hauptort Berenbrock entfernt, liegt
Elsebeck, ebenfalls direkt an der Verbindungsstraße zwischen Gardelegen und
Haldensleben.
Aus der Literatur ist zu entnehmen, dass der Ort um 1510 zur
Burg Calvörde gehörte und seit 1594 zum Kirchspiel Calvörde zugehörig ist. 1760
wurde eine kleine Kapelle für Betstunden und Kinderlehre erbaut. Diese wird
auch heute noch genutzt.
Lössewitz
Lössewitz findet bereits 1265 als „Lüssewitz“ Erwähnung.
Einen Kilometer abseits der Landstraße von Gardelegen nach Haldensleben liegend
ist der Ort, wie Berenbrock und Elsebeck, durch Grünland bis hin zum Flüsschen
Wannewe und Ackerflächen sowie Mischwald geprägt.
Lössewitz gehört seit 1539 zur Burg Calvörde. Da der Ort
über keine Kirche verfügt, wurde er bereits 1594/1599 nach Calvörde
eingepfarrt. Im Rahmen der
Dorferneuerung wurden von der Gemeinde und den Bürgern große Anstrengungen
unternommen, die Infrastruktur grundlegend zu verbessern. So wurde der Ort mit
Trinkwasser erschlossen. Durch den Straßen- und Gehwegbau hat sich das Ortsbild
wesentlich verbessert.